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Gefühle der Schüler der ERS Heusweiler

ALEX DEUTSCH

A: Angst, allein, Auschwitz
L: Leben, Leid, lustlos
E: einsam, ewige Schmerzen, Einsamkeit
X: Xylophon, x-mal geschlagen

D: Durcheinander, Denkmal, Deutsch, Demut
E: ehrlich, Elektrozaun, Element, entschlossen zu leben
U: unsicher, Urin, unmenschlich, Unterdrückung
T: Tod, Trauer, tapfer, Träume, Tote
S: St. Louis, Sehnsucht, Suppe, selbstbewusst
C: Christ, Charakter, Chance
H: Hilfe, Hunger, Hoffnung, Hund


Wortbeitrag von Pfarrer Klaus Heintz ...

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bei einer Gedenkfeier

in Erinnerung an den 98. Geburtstag von Alex Deutsch

am 10 August 2011

im Raum der Begegnung

 

 

 

In diesen Tagen ist ein Buch erschienen, in welchem die dankbare Würdigung von Lehrern und Schülern für Alex Deutsch eingebunden ist in eine Fülle von Darstellungen und Gedanken zum Thema Migration. Eberhard Jung und seine Arbeitsgemeinschaft Geschichte des Saar-Pfalz- Gymnasiums Homburg haben damit dem, was freiwillige Arbeit in der Schule leisten kann, ein eindrucksvolles Denkmal gesetzt.

 

Ich hatte Zeit und Gelegenheit, das Buch von vorne bis hinten zu studieren, und über der Bandbreite der Wanderungsbewegungen auf unserer Erde – von den Sauriern bis zur Weltraumfahrt – fiel mir eine Weiterung dazu ein, was die Betrachtung des Menschenlebens betrifft: Wir gedenken heute am ersten Geburtstag nach seinem Tod des ganzen vollendeten Lebens unseres Freundes und Vorbildes Alex Deutsch. Und dabei fiel mir die Letzte Strophe des „Abendliedes“ von Gerhard Tersteegen, dem protestantischen Theologen aus dem 17./18. Jahrhundert ein:

 

Ein Tag, der sagt dem andern,
mein Leben sei ein Wandern
zur großen Ewigkeit.
O Ewigkeit, so schöne,
mein Herz an dich gewöhne
mein Heim ist nicht von dieser Zeit.

 
Ewigkeit meint ja nicht eine unendlich lange Zeitspanne, sondern die Erfüllung der Zeit, den erfüllten Augenblick, die Zeit der Erfüllung, wie sie mit dem Begriff „Reise Gottes“ oder dem Erscheinen des Messias dargestellt ist. So darf ich nach dem Heimgang von Alex Deutsch zitieren, was er mir einmal sagte: „Ihr Christen glaubt, der Messias sei schon gekommen. Wir Juden warten noch auf ihn. Ich glaube, dass er mich mit meinem letzten Atemzug erlösen wird.“
 
So ist Alex Deutschs Lebenswanderung durch fast ein Jahrhundert vollendet, und er ist heimgekehrt.